Bilanzen für 2013

Brandenburgs Umweltministerium hat die Broschüre „Daten und Informationen zur Abfallwirtschaft“ aktualisiert. Darin sind die Bilanzen des Jahres 2013 für die kommunal entsorgten Siedlungsabfälle sowie für die verwerteten und beseitigten gefährlichen Abfälle enthalten. Außerdem bietet die Broschüre die wichtigsten Kontaktdaten sämtlicher Abfallbehörden des Landes.

Abfalldaten für Brandenburg


Die erfassten Abfallmengen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger in Brandenburg sind gegenüber den Vorjahren nahezu konstant geblieben. So wurde 2013 mit 138 Kilogramm exakt dieselbe Hausmüllmenge pro Einwohner registriert wie im Vorjahr. Der Bundesdurchschnitt lag 2013 mit 162 Kilogramm pro Einwohner deutlich höher. Das geht aus den aktuellen Abfallwirtschaftsdaten des Landes hervor.

Beim Sperrmüll sieht es etwas anders aus. Mit 33 Kilogramm pro Einwohner lag Brandenburg 2013 leicht über dem Bundesdurchschnitt (29 Kilogramm pro Einwohner).

Die Menge der getrennt erfassten Wertstoffe stieg gegenüber dem Vorjahr leicht an und betrug 187 Kilogramm pro Einwohner. Der Rest wurde deponiert oder thermisch beseitigt. Die durchschnittliche Abfallgebühr je Einwohner beträgt 49 Euro. Damit liegt das Gebührenniveau in Brandenburg seit nunmehr sieben Jahren zwischen 47 und 49 Euro je Einwohner.

2013 fielen in Brandenburg insgesamt 916.000 Tonnen gefährliche Abfälle an, rund 82.000 Tonnen weniger als im Vorjahr. Die Verwertungsquote lag bei 37 Prozent (2012: 33 Prozent). Ein Drittel aller angefallenen gefährlichen Abfälle sind kontaminierte mineralische Bauabfälle. Die zweite mengenmäßig bedeutsame Kategorie sind mineralische Abfälle aus der Abfallbehandlung (rund 250.000 Tonnen). Dabei handelt es sich vorrangig um Aschen und Schlacken aus der Abfallverbrennung.

Knapp die Hälfte der im Land angefallenen gefährlichen Abfälle wurde Entsorgungsanlagen außerhalb Brandenburgs zugeführt. Andererseits wurden auch außerhalb Brandenburgs erzeugte Abfälle im Land entsorgt. 54 Prozent (353.000 Tonnen) davon kamen aus Berlin.

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