Weniger Plastikmüll

Der Widerstand gegen Einweggeschirr aus Plastik wächst auch in Italien. Die Regierung hat ein Gesetz vorbereitet, das ein Verbot von Einwegprodukten regelt. Betroffen sind auch Produkte, die Mikroplastik beinhalten.

Italien will Einweggeschirr aus Plastik verbieten


Italien plant ein Verbot von Bechern, Tellern, Besteck und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik. Das Verbot werde ab Januar 2020 gelten, sagte Umweltminister Sergio Costa am Freitag in einem Interview mit der Zeitung La Repubblica. „Mein Ziel ist es, das Ökosystem der Meere so weit wie möglich zu säubern“, erklärte Costa den Schritt. Dazu müssten weniger Wegwerfprodukte verbraucht werden.

Das Verbot würde auch für weitere Plastikgegenstände wie Strohhalme und Getränkeumrührer gelten. Auch Fischerbooten soll verboten werden, Abfall aus dem Meer zurück ins Wasser zu werfen. Kosmetik mit Mikroplastik soll dem Verbot ebenfalls unterliegen.

Derzeit werde ein Gesetz vorbereitet, in welches die neuen Vorgaben einfließen sollen, sagte Costa. Es sei nahezu fertig und müsse noch vom Kabinett abgesegnet werden. Auch das Parlament muss darüber abstimmen.

 

© 320°/dpa | 22.10.2018
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