Hamburg

36 Stunden war die Feuerwehr am Freitag und Samstag im Einsatz. In der Nacht zum Freitag war am Schornstein der Hamburger Müllverbrennungsanlage Borsigstraße ein Brand ausgebrochen. Inzwischen ermittelt die Polizei.

Brand in MVA: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung


Nach einem Brand in der Hamburger Müllverbrennungsanlage Borsigstraße im Stadtteil Billbrook ermittelt die Polizei nun wegen fahrlässiger Brandstiftung. Wartungsarbeiten mit einem Trennschleifer könnten das Feuer verursacht haben, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Das Feuer war in der Nacht zum Freitag an einem 70 Meter hohen Schornstein der Anlage ausgebrochen und hatte auf diesen übergegriffen. Der Brand war erst am Samstagmittag nach einem knapp 36-stündigen Einsatz der Hamburger Feuerwehr gelöscht. Bis Samstagvormittag waren noch rund 30 Feuerwehrleute vor Ort gewesen und hatten Glutnester in dem 70 Meter hohen Schornstein der Anlage mit einem Schaum-Wasser-Gemisch bekämpft.

Der Brand war in der Nacht zum Freitag ausgebrochen. Den größten Teil des Brandes hatte die Feuerwehr bereits am frühen Freitagmorgen gelöscht. Die Einsatzkräfte bekämpften die Flammen mithilfe einer Drehleiter und eines Teleskopmastfahrzeugs. Nachdem eine Sachverständige die Standfestigkeit des Schornsteins bestätigt hatte, setzten sie auch ein Spezialgerät ein, das Wasser mit hohem Druck durch Wände sprühen kann. Wegen der starken Rauchentwicklung waren Anwohner aufgerufen worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen abzustellen.

Während des Einsatzes erlitten ein Mitarbeiter der Anlage sowie ein Feuerwehrmann leichte Verletzungen. Nach dem Brand werden nun Abfälle in großen Mengen nach Stapelfeld umgeleitet. „Wir werden den Müll weiterhin wie gewohnt abholen können“, sagte ein Sprecher der Stadtreinigung Hamburg am Montag. Die Entsorgungssicherheit sei nicht gefährdet.

320°/dpa/re

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