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Gewinn für die ersten neun Monate

Salzgitter schafft Turnaround

Zum ersten Mal seit 2011 hat der Stahlproduzent Salzgitter wieder einen Vorsteuergewinn für ein Neun-Monats-Ergebnis erzielt. Zur Entwicklung trugen unter anderem die Erträge aus der Aurubis-Beteiligung bei.

Der Salzgitter-Konzern erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2014 einen Vorsteuergewinn und erreicht damit das erste positive Neun-Monats-Ergebnis seit 2011. Zu diesem Ergebnis trugen vor allem die zunehmende Wirkung des konzernweiten Restrukturierungsprogramms „Salzgitter AG 2015“ sowie erfreuliche Erträge aus dem Aurubis-Engagement bei, teilt der Konzern mit. Gegenüber dem ersten Halbjahr verbesserte sich die Nettofinanzposition auf 270 Millionen Euro. Mit 37 Prozent Eigenkapitalquote verfüge der Salzgitter-Konzern über eine solide finanzielle und bilanzielle Basis.

Da für viele Walzstahlprodukte nach wie vor ein Angebotsüberhang bestand, sei die Lage des europäischen Stahlmarktes über den gesamten Berichtszeitraum hinweg angespannt gewesen, berichtet Salzgitter. Vor allem aufgrund des preis- und mengenbedingt schwächeren Beitrags des Geschäftsbereiches Handel reduzierte sich der Konzern-Außenumsatz in den ersten neun Monaten 2014 um 6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis hingegen verbesserte sich auf einen Vorsteuergewinn von 5,5 Millionen Euro. In diesem Resultat seien 42,4 Millionen Euro Ertrag aus der Aurubis-Beteiligung enthalten. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) lag bei 1,5 Prozent (9 Monate 2013: –10,8 Prozent).

Bessere Ergebnisse bei Flachstahl und Grobblech

Der Geschäftsbereich Flachstahl stellte nach Unternehmensangaben beim Versand das Vorjahresniveau ein, der Außenumsatz entwickelte sich positiv. Insbesondere aufgrund eines gegenüber 2013 erfreulich gesteigerten Resultats der Salzgitter Flachstahl GmbH war das Segment-Vorsteuerergebnis mit –3,9 Millionen Euro annähernd ausgeglichen (9 Monate 2013: –49,3 Millionen Euro).

salzgitter-ag---umsatz-nach-produktgruppe-2013_statistic_id304686_Der Geschäftsbereich Grobblech/Profilstahl profitierte im Berichtszeitraum von einer anziehenden Ordertätigkeit im Grobblechmarkt sowie von der im April gestarteten Belieferung des South Stream-Großauftrags. Angesichts der Ende 2013 vollzogenen Kapazitätsanpassung bei der Peiner Träger GmbH (PTG) sowie der im ersten Quartal noch schwachen Versandmengen der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) reduzierte sich der Absatz gegenüber dem Vorjahr. Dennoch erreichte der Außenumsatz des Geschäftsbereiches das Vergleichsniveau aus 2013. Mit 60,1 Millionen Euro verringerte sich der Vorsteuerverlust spürbar (9 Monate 2013: –313,8 Millionen Euro, inklusive 185,0 Millionen Euro Sonderabschreibung bei PTG).

Besseres Vorsteuerergebnis erwartet

Für den Geschäftsbereich Flachstahl erwartet Salzgitter einen saisonbedingten Rückgang des Geschäftsvolumens für den restlichen Verlauf des Geschäftsjahres. In Verbindung mit den noch unbefriedigenden Erlösen werden geringere Umsätze als im Jahr 2013 erwartet. Infolge gefallener Rohstoff- und Erdgaskosten sowie einer Beschäftigungszunahme sollte sich jedoch ein signifikant verbessertes Vorsteuerresultat einstellen, das dennoch negativ bleibt, so der Konzern.

Eine nachhaltige Erholung des Profilstahlsektors ist aus Sicht der Unternehmensführung weiterhin nicht erkennbar. Die Anfragetätigkeit des Stahlbaus bewege sich auf schwachem Niveau und die Vergabe von Projekten erfolge sehr kurzfristig. Hingegen verzeichne das Grobblechgeschäft eine moderat positive Marktentwicklung. Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl antizipiere im Vergleich zu 2013 einen Umsatzrückgang und zugleich einen deutlich reduzierten Verlust vor Steuern.

Nicht zuletzt wegen der zum Jahresende stets geringeren Produktions- und Absatzvolumina dürfte das vierte Quartal schwächer als der bisherige Ergebnisverlauf abschließen, heißt es seitens des Konzerns. Für das Gesamtjahr erwartet Salzgitter einen Umsatz um 9 Milliarden Euro, ein gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 deutlich gesteigertes Vorsteuerergebnis, das sich Break Even nähert und eine wieder moderat positive Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE).

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