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Abfallende von Schrotten

Studie: Abfallende-Kriterien haben positive Effekte

Das Abfallende von Schrotten hat dazu geführt, dass die Qualität der Schrotte sich verbessert hat, besagt eine neue Studie. Untersucht wurden auch die Preiseffekte: Die haben sich anders entwickelt als erwartet.

Guten Noten für das Abfallende von Schrotten: Eine neue Studie des Joint Research Centers der Europäischen Kommission (JRC) hat ergeben, dass die Kriterien für das Abfallende von Eisen-, Stahl- und Aluminiumschrotten nicht zu den befürchteten Export- und Preisanstiegen geführt hat. Im Gegenteil: Wie aus dem Papier hervorgeht, hat die Regelung fast ausschließlich positive Effekte gehabt.

Für die Studie wurde untersucht, welchen Einfluss die Einführung der Abfallende-Kriterien auf die Schrottverfügbarkeit, die Handelswege, den Preis, den Verwaltungsaufwand sowie die Umwelt und die Gesundheit hat. Im Ergebnis habe sich herausgestellt, dass die Einführung der Abfallende-Kriterien vor drei Jahren die rechtlichen Rahmenbedingungen vereinfacht hat und den Unternehmen eine größere Flexibilität und Rechtssicherheit bietet. So haben mehr als 40 Prozent der Umfrageteilnehmer angegeben, dass sich die Qualität der Schrotte dank der strengen Anforderungen verbessert hätte.

Inzwischen wenden laut Studie mehr als 1.100 Firmen die Kriterien an. Mit fast 1.000 Unternehmen kommt die größte Anwenderzahl aus Italien. Das liegt vor allem daran, dass es dort schon vor der Einführung der Kriterien eine ähnliche Rechtsprechung für Sekundärrohstoffe gab. Zwar sei der Rest der EU noch etwas zögerlich, doch es gebe bereits großes Interesse aus Großbritannien, den Niederlanden und Spanien, heißt es in der Studie. In Deutschland stellten zum Untersuchungszeitpunkt Anfang dieses Jahres immerhin 16 Firmen Schrotte her, die unter die Abfallende-Kriterien fallen können.

Nach Schätzung der Autoren gelten rund 15 Prozent der EU-weiten verarbeiteten Stahlschrotte und 10 Prozent der Aluminiumschrotte aufgrund der Kriterien nicht mehr als Abfall. In Länder außerhalb der EU werden die Schrotte, die als Produkte gelten, aber nur wenig exportiert: 81 Prozent der Befragten geben an, diese Schrotte nicht außerhalb der EU zu verkaufen. Zwar steigen die Exportzahlen insgesamt weiter, doch das hängt laut Studie nicht mit dem Abfallende zusammen.

Bessere Verkaufszahlen

Der Verkaufspreis für Schrotte, die nicht mehr als Abfall gelten, liegt im Schnitt rund 1,1 Prozent über den Preisen für reguläre Schotte – das ist ebenfalls weniger als befürchtet und sei durch die verbesserte Qualität gerechtfertigt. Als Motivation für die Anwendung der Kriterien gab ein Großteil an, die Wettbewerbsfähigkeit und das Image verbessern sowie den administrativen Aufwand verringern zu können. Das habe auch die Verkaufszahlen stärken können.

Der Weltrecyclingverband BIR zeigt sich mit den Ergebnissen zufrieden. Zwar würden durch das erforderliche Qualitätsmanagement zunächst Kosten entstehen. Die dadurch erreichten Qualitäten wären aber langfristig einer der größten Vorteile des Abfallende-Prozesses.

Nach Angaben der Autoren haben für die Studie rund 250 Unternehmen an einer entsprechenden Befragung teilgenommen. Daneben haben weitere 15 Betroffene aus der Industrie und 25 Behörden Angaben gemacht.

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