NE-Metallindustrie

Die Aussichten der NE-Metallindustrie für 2014 sind ordentlich: Wichtige Absatzmärkte wie Italien und Spanien haben die Talsohle durchschritten. Die Produktion in der Aluminiumhalbzeugindustrie wächst.

Leichtes Wachstum ist möglich


Für 2014 sei deshalb ein leichtes Wachstum nicht auszuschließen, schreibt die Wirtschaftsvereinigung Metalle in ihrem aktuellen Lagebericht. Aktuell werde die Geschäftslage von knapp 80 Prozent der befragten Unternehmer mit gut oder saisonüblich beurteilt. Auch die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten seien optimistisch. So würden über 85 Prozent der Unternehmen bessere oder gleich gute Geschäfte erwarten.

Die Erwartungen beruhen auf einem insgesamt guten Jahr 2013. Im Zeitraum Januar bis September erwirtschaftete die Branche mit durchschnittlich 109.050 Beschäftigten in 661 Unternehmen eine Produktion von 6 Millionen Tonnen. Das bedeutet ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag börsenpreisbedingt 10 Prozent unter Vorjahresniveau und erreichte einen Wert von 35 Milliarden Euro. Davon entfallen 15 Milliarden Euro (minus 11 Prozent) auf das Ausland.

Die Ausfuhrquote lag nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung bei 43 Prozent. 63 Prozent der Exporte wurden in die Euroländer geliefert – das sind 5,5 Prozentpunkte weniger als im selben Zeitraum noch zwei Jahre zuvor. Konjunkturelle Impulse kommen derzeit eher aus dem Inland. Wichtige Absatzmärkte wie Italien und Spanien hätten die Talsohle durchschritten, so der Industrieverband.

Die Erzeuger von Rohaluminium und die Aluminiumhalbzeugindustrie (erste Bearbeitung zu Walz- und Strangpressprodukten, Drähten sowie Schmiedeteilen) steigerten ihre Produktion zwischen Januar und September um 4 bzw. 2 Prozent. Die Aluminiumweiterverarbeitung (Folien, dünne Bänder, Tuben, Aerosol- und sonstige Dosen, Pulver) verzeichnete im selben Zeitraum einen Rückgang um zwei Prozent.

Die Buntmetallindustrie (Kupfer, Zink, Blei, Zinn und Nickel) geht für 2013 von einer Produktion auf Vorjahresniveau aus. Die Fertigung der Metallerzeuger blieb in den ersten neun Monaten 2013 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum stabil. Die Hersteller von Halbzeug verbuchten im selben Zeitraum noch ein Minus in Höhe von einem Prozent. Die Produktion der NE-Metallgießereien ging in den ersten drei Quartalen 2013 um drei Prozent zurück. Im Jahr 2013 lag die Produktion über alle Bereiche hinweg vorläufig leicht über dem Vorjahr, so die Wirtschaftsvereinigung Metalle.

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