Marktbericht für NE-Metalle

Blanker Kupferdrahtschrott klettert um bis 50 Euro pro Tonne, während Aluminiumschrott etwas nachgibt. Die Preise für Altzink und Bleischrott sind in dieser Woche stabil geblieben. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.

Weiterer Preisanstieg für Kupferschrott


Die Anleger haben in dieser Woche einen Bogen um Aluminium gemacht und sich stattdessen auf Kupfer konzentriert. An der Londoner Metallbörse schloss der Dreimonatspreis für Aluminium am Dienstag mit einem Preis von 1.817 US-Dollar je Tonne. Der Dreimonatspreis für Kupfer erreichte am Dienstag einen Kurs von 6.730 US-Dollar je Tonne.

Analysten führen die teils rückläufigen Notierungen der Industriemetalle unter anderem auf schwächere Aktienmärkte in China zurück. Dort reißen die Sorgen über Chinas Wachstumsaussichten nicht ab. Skeptiker führen an, dass der Immobilienmarkt in China überhitzt ist, was sich nicht zuletzt in der Insolvenz eines chinesischen Immobilienfonds gezeigt habe. Analysten prognostizieren für China aber dennoch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von gut 7 Prozent für 2014 und 2015.

Die Preise für NE-Metallschrott haben sich der Entwicklung auf den Primärmärkten im Wesentlichen angepasst. Nach Angaben des Verbands Deutscher Metallhändler (VDM) erlöste blanker Kupferdrahschrott (Kabul) am Dienstag dieser Woche einen Preis von 4.680 bis 4.860 Euro je Tonne. Im Vergleich zur Vorwoche bedeutet das einen Preisanstieg um durchschnittlich 50 Euro. Schwerkupferschrott (Keule) blieb unverändert und notierte zwischen 4.400 und 4.550 Euro je Tonne. Nach unten zeigt die Preisentwicklung für Aluminiumschrott. Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) erlöste laut VDM zwischen 1.330 und 1.490 Euro je Tonne. Das bedeutet einen Rückgang um durchschnittlich 20 Euro gegenüber der Vorwoche. Aluminiumprofilschrott (Alter) fiel ebenfalls um 20 Euro auf 1.360 bis 1.460 Euro je Tonne.

VDM-Mitglieder sind optimistisch

Weitgehend unverändert blieben laut VDM auch die Preise für Altzink und Altblei. Altzinkschrott (Zebra) erlöste am Dienstag nach wie vor zwischen 1.090 und 1.140 Euro je Tonne, Weichbleischrott (Paket) kam auf 1.300 bis 1.440 Euro je Tonne. Gestiegen ist dagegen abermals Nickelschrott. V2A (Alt- und Neuschrott) erzielte am unteren Ende 50 mehr und bewegt sich nun im Rahmen von 1.200 bis 1.230 Euro. V4A (Alt- und Neuschrott) erlöste am oberen Ende 20 Euro mehr und kam am Dienstag auf 1.550 bis 1.640 Euro je Tonne.

Nach Einschätzung des VDM könnten die Schrottpreise weiter steigen. Zumindest die Geschäftsaussichten bewerten die Verbandsmitglieder optimistisch. Der VDM-Geschäftsklimaindex ist zu Beginn des zweiten Quartals 2014 gestiegen, wie eine Umfrage unter den Verbandsmitgliedern im April ergab. Ihre aktuelle Lage bewerten die Unternehmen allerdings negativer als noch zu Beginn dieses Jahres.

Mehr zum Thema
Flüssiggas aus Katar soll Deutschland helfen
Eine Bioökonomie mit Grünschnitt
Henkel und cyclos-HTP schließen strategische Partnerschaft
Smarte Roboter recyceln CFK-Abfälle
Kreis lotet juristische Mittel gegen AKW-Müll aus
Stahlhersteller GMH stellt Vergütungsofen auf Öko-Strom um
Unterhändler beginnen Verhandlungen über Abkommen gegen Plastikmüll
Bioenergiebranche: Kostensteigerungen werden völlig ignoriert
VDI-Datenbank für Sekundärrohstoffe
Nickelschrott: Preise bleiben auf Aufwärtskurs
Heidelberg Materials übernimmt Berlins größten Baustoffrecycler
Mehrere Verletzte bei Brand in Recyclingbetrieb