Mobile IT-Systeme

Mobile IT-Systeme erleichtern viele Vorgänge in der Abfallsammlung. Der BDE hat nun einen Wegweiser erarbeitet, der den Einsatz von IT-Lösungen erleichtern soll. Im Idealfall könnte künftig alles über ein einziges Touch-Screen-Display gesteuert werden.

BDE fordert integrierte Bordrechnersysteme


Der optimale Bordrechner sieht aus Sicht des BDE so aus: Er verfügt über standardisierte Schnittstellen und lässt die Anbindung aller weiteren Komponenten zu. Die Bedienung aller Rechnersysteme erfolgt nur über das vom Fahrzeughersteller gelieferte Touch-Screen-Dislay. Die angeschlossenen Systeme sind per „APP“ aufzurufen.

Darüber hinaus werden die elementaren Funktionen zur Auftragsbestätigung bzw. –verarbeitung immer mehr mit zusätzlichen Hilfsfunktionen kombiniert. Dazu gehören die Online-Datenübertragung, die Navigation und Routenführung sowie die Telefonfunktion, Kamera und Textnachrichten. Letztlich sollten die mobilen Geräte auf die gleiche Art und Weise über die XML-Schnittstelle angebunden werden wie die fest installierte Bordrechentechnik.

Doch bis es soweit kommt, wird möglicherweise noch einige Zeit vergehen. Für die Zwischenzeit haben der BDE und der VKU einen Wegweiser erarbeitet, der den Entsorgungsunternehmen den Einsatz von IT-Technik in Abfallsammelfahrzeugen erleichtern soll. Wie der Verband hervorhebt, dient die IT-Technik vor allem der Verbesserung logistischer Prozesse. Dazu zählen die Abrechnung und der Nachweis erbrachter Leistungen, die Optimierung der Touren und die standortübergreifende Disposition. Außerdem stehen die Reduzierung von Einsatzzeiten und die Verschlankung der administrativen Prozesse im Vordergrund.

Der Wegweiser umfasst 50 Seiten und gibt einen Überblick über die Standards und technischen Details. Außerdem werden Anwendungsfälle aufgeführt und Empfehlungen für die betriebliche Umsetzung gegeben.

Wie der BDE betont, wird die IT-Technik in jedem Fall vermehrt Einzug in das Fahrerhaus halten. Wichtig sei jedoch, dass der Fahrer alles bedienen kann. Und eines dürfe man auch nicht vergessen: „Der Fahrer muss weiter fahren können.“

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