Marktbericht für NE-Metalle

Leicht gestiegen ist in der vergangenen Woche nur der Kupferschrottpreis. Alle anderen NE-Metallschrottpreise blieben weitgehend stabil. Bei Zink könnte sich das jedoch bald ändern. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.

Erneuter Preisanstieg für Kupferschrott


An der Londoner Metallbörse LME haben sich die Hoffnungen auf einen steigenden Kupferpreis bislang nicht erfüllt. Der chinesische Einkaufsmanagerindex ist im Mai zwar leicht gestiegen, doch der Impuls reichte nicht aus, um der Notierung nachhaltigen Schwung zu geben. Der LME-Dreimonatspreis schloss am Donnerstag mit 6.860 US-Dollar pro Tonne.

Auch wenn die Konjunkur in China nicht so rund läuft wie erhofft, bleibt die Metallnachfrage aus der Volksrepublik dennoch robust. Nach Angaben der chinesischen Zollbehörde sind im April die Importe von fast allen Metallen gestiegen. China habe seit Jahresbeginn 56 Prozent mehr Kupferraffinade importiert als im Vorjahreszeitraum, berichtet die Commerzbank. An der LME seien die Lagerbestände für Kupfer mit weniger als 180.000 Tonnen auf den niedrigsten Stand seit September 2008 gefallen. Laut LME macht der Rückgang seit Jahresbeginn 49 Prozent aus.

Nach oben zeigt auch die Nachfrage nach anderen Metallen. Die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) meldet für das erste Quartal ein Angebotsdefizit in Höhe von 17.000 Tonnen. Verantwortlich dafür seien die gute Nachfrage und die unzureichende Metallproduktion. Analysten der Commerzbank sehen für den Zinkpreis ein gutes Aufwärtspotenzial. Sie rechnen damit, dass die Konjunkturerholung in China dazu führen wird, dass der Zinkpreis im 4. Quartal auf 2.200 US-Dollar je Tonne steigen wird. In den vergangenen Monaten verlief die Preisentwicklung mit 1.950 bis 2.100 US-Dollar je Tonne weitgehend stabil.

Preis für Nickelschrott rückläufig

Auf der Metallschrottseite verlief die Preisentwicklung weitgehend stabil. Lediglich für Kupferschrott stiegen die Preise an. Nach Angaben des Verbands Deutscher Metallhändler (VDM) erlöste Blanker Kupferdrahtschrott (Kabul) am Mittwoch zwischen 4.820 und 5.000 Euro je Tonne. Im Vergleich zur Vorwoche bedeutet das einen Preisanstieg um 20 Euro am unteren Ende und bis zu 100 Euro am oberen Ende. Der Preis für Schwerkupferschrott (Keule) kletterte am unteren Ende um 50 Euro auf 4.550 Euro je Tonne. Am oberen Ende gab der Preis jedoch um 50 Euro auf 4.650 Euro nach.

Um 10 Euro schwächer schnitten die Preise für Aluminiumschrott ab. Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) erlöste laut VDM zwischen 1.310 und 1.470 Euro je Tonne. Aluminiumprofilschrott (Alter) fiel im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls um 10 Euro und notierte zwischen 1.340 und 1.440 Euro je Tonne.

Nahezu unverändert blieben die Preise für Altzink und Altblei. Altzinkschrott (Zebra) erlöste am Mittwoch zwischen 1.100 und 1.150 Euro je Tonne und damit am oberen Ende 10 Euro weniger als in der Vorwoche. Weichbleischrott (Paket) kam laut VDM auf 1.290 bis 1.420 Euro je Tonne. Das bedeutet am oberen Ende ebenfalls einen Preisanstieg um durchschnittlich 10 Euro je Tonne.

Die Kurskorrektur bei Nickel spiegelt sich auch bei den Schrottpreisen wider. V2A (Alt- und Neuschrott) erzielte am unteren Ende 50 Euro weniger und lag am vergangenen Mittwoch bei 1.300 bis 1.400 Euro. V4A (Alt- und Neuschrott) erlöste am unteren Ende ebenfalls 50 Euro weniger und kam am Mittwoch auf 1.650 bis 1.800 Euro je Tonne.

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