Chinas Importpolitik

Durch Chinas Importrestriktionen wird der Export von manchen Metallschrotten schwieriger. Das gilt auch für geshredderten NE-Metallschrott. Helfen könnte jedoch ein Upgrade für die sensorgestützte Sortierung. Damit lasse sich die Outputqualität verbessern, verspricht ein Anlagenhersteller.

„Green Fence“ als Chance für Schrottrecycler


Durch die Verschärfung der chinesischen Einfuhrregeln wird der Export von manchen Metallschrotten in die Volksrepublik zunehmend schwieriger. Das betrifft unter anderem auch geshredderten und sensorsortierten NE-Metallschrott (Zurik). Chinas Green Fence ist aber nicht nur eine Gefahr. Der Anlagenbauer Sicon sieht darin auch eine „großartige Chance für die Schrottrecyclingindustrie“.

Viele Schrotthändler wollten nämlich die Chance nutzen, sich vom reinen Händler zum Aufbereiter zu entwickeln, wie der Hersteller und Lieferant von Schrott- und Metallaufbereitungslösungen berichtet. Das Ziel sei die Zurik-Aufbereitung zur Erzeugung exakt definierter Endprodukte, wie zum Beispiel Edelstahl, Kupfer oder Aluminium.

Die weitergehende Aufbereitung von Mischmetallen mit Restabfallanteilen war laut Sicon lange Zeit nicht immer sinnvoll. Es war auch nicht wirklich nötig, denn China hat Mischmetalle wie Zurik lange Zeit nahezu unbeschränkt importiert. Viele Anlagen haben dennoch in eine sensorgestützte Sortierung investiert, doch die Investition hat sich laut Sicon nicht immer gelohnt. Denn die am Ende erreichte Produktqualität sei vielfach bescheiden, wie der Anlagenhersteller betont.

Saubere und sortenreine Endprodukte

Mit der Sicon-Upgrading-Lösung für Zurik könne die sensorgestützte Sortierung vereinfacht werden. So könnten die Sensorsorter mit maximaler Sensitivität betrieben werden, um die Metallverluste zu minimieren. Bei diesem Verfahren sei es egal, ob der Metallgehalt 30 oder 50 Prozent betrage. Am Ende stünden saubere, sortenreine Produkte, verspricht der Hilchenbacher Anlagenbauer. Diese ließen sich national und international gut vermarkten.

Ein weiterer Vorteil sei der modulare Aufbau. Dieser könne für jede Nichteisenmetall-Downstream-Anlage passend gemacht werden, so Sicon. Dadurch könne auch eine individuelle Einplanung in vorhandene Anlagen unter Berücksichtigung der existierenden Anlagentechnik erfolgen.

Zudem könne diese Aufbereitungslösung mit den individuellen Ansprüchen des Betreibers mitwachsen. Nicht zuletzt könne sie mit geringen Betriebskosten punkten.

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