Verzicht auf Plastik

In den Rostocker Seebädern soll künftig kein Plastikgeschirr mehr verwendet werden. Stattdessen soll biologisch abbaubares Geschirr zum Einsatz kommen. Die Gastronomen ziehen mit.

Strandgeschirr aus Maisstärke und Palmblättern


Die Strandgastronomie in den Rostocker Seebädern soll künftig biologisch abbaubares Geschirr statt Plastik verwenden. Damit solle verhindert werden, dass Plastikmüll ins Meer gerate, teilte die Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde am Dienstag mit.

„Dieses Einmal-Geschirr besteht aus Maisstärke, Palmblättern, Zuckerrohr, Holz und Karton“, erläuterte Umweltsenator Holger Matthäus. Die teilnehmenden Gastronomen – zu Beginn seien es elf – erhielten eine Plakette, die ihr Engagement ausweise. Pfandsysteme mit Mehrwegartikeln seien als Alternative nicht in Frage gekommen, da die Verfügbarkeit von Wasser- und Abwasseranschlüssen beschränkt sei.

Die Abfallbehälter für das biologisch abbaubare Geschirr sollen täglich entsorgt werden. Das Geschirr würde sich schon nach zwei Wochen mittels einer Trockenvergärung sehr gut zersetzen. Wenn das Geschirr dennoch einmal ins Meer gelange, würde es sich dort selbst abbauen und keinen Schaden anrichten, erklärte der Prokurist der EVG Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Rostock, Joachim Westphal. Beim anschließenden Verwertungsprozess wird aus den Abfällen Strom und Biogas erzeugt und ins Rostocker Energienetz eingespeist.

 

© 320°/dpa | 27.06.2018
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