Zuschuss zur Reparatur

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr wird es in Thüringen wieder staatliche Zuschüsse geben, wenn Elektrogeräte repariert werden. Der sogenannte Reparaturbonus wird neu aufgelegt. Dieses Mal werden auch Reparatur-Cafés einbezogen.

Thüringen legt Reparaturbonus neu auf


Neustart für ein Thüringer Sonderprogramm zum Reparieren von Elektrogeräten: Von Ende Mai an sollen Verbraucher im Freistaat wieder einen staatlichen Zuschuss beantragen können, wenn sie Elektrogeräte reparieren lassen. Der Start der Neuauflage des Programms „Reparaturbonus“ sei für den 31. Mai geplant, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums auf Anfrage. Erst dann könnten auch Anträge gestellt werden.

Verbraucher erhalten dann auf Antrag die Hälfte der Reparaturkosten bis zu einem maximalen Zuschuss von 100 Euro im Jahr erstattet. Thüringen war bundesweit Vorreiter bei dem Angebot, das im vergangenen Jahr erstmals vom Umweltministerium aufgelegt wurde. Mit dem Bonus würden Menschen unterstützt, die gleichzeitig Umwelt und Geldbeutel schonen wollten, hatte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) das Programm begründet.

Der Ministeriumssprecher sagte, dass es inzwischen Interesse und Nachfragen zu dem Reparaturbonus aus anderen Bundesländern und einigen großen Städten gebe. Österreich hatte vergangenen Monat als erstes EU-Land einen landesweiten Reparaturbonus angekündigt. Finanziert wird das Angebot mit EU-Mitteln.

Rein digitale Abwicklung

Das Ministerium arbeitet bei dem Förderprogramm mit der Verbraucherzentrale Thüringen zusammen, die die Anträge der Bürger bearbeitet. 2022 gebe es zwei Neuerungen: Das sei eine rein digitale Abwicklung der Anträge mit den nötigen Belegen. Zudem sollen so bezeichnete Reparatur-Cafés einbezogen werden, von denen es inzwischen einige in Thüringen gebe.

2021 hatten etwa 7.000 Thüringer den Bonus für die Reparatur kaputter Elektrogeräte laut Ministerium innerhalb von vier Monaten beantragt. Das Budget des Ministeriums war danach ausgeschöpft. Vor allem Handys, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kaffeemaschinen landeten dadurch nicht auf dem Müll.

320°/dpa

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