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Erweiterung abgeschlossen

Zusätzliche Deponiefläche für mineralische und gefährliche Abfälle

In Südthüringen steht ab sofort ein zusätzlicher Deponieabschnitt zur Verfügung. Die Fläche bietet Platz für rund 560.000 Kubikmeter Abfall. Das verschafft Luft für die kommenden 13 Jahre.

Im thüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist vergangene Woche das neue Erweiterungsfeld der Deponie Meiningen übergeben worden. Die Meininger Deponie ist die einzige der Deponieklasse II in Südthüringen, in der neben nicht gefährlichen mineralischen Abfällen wie verschiedenen Bauschutt-Arten oder Gewerbeabfällen auch gefährliche Abfälle wie Asbestbaustoffe entsorgt werden können. Allein im Jahr 2013 wurden hier rund 80.000 Tonnen angenommen, in diesem Jahr könnte die angelieferte Menge noch höher ausfallen. Das derzeit genutzte Deponiefeld 4 ist somit bald gefüllt.

„Wir haben hier noch Platz bis Februar oder März nächsten Jahres. Dann ist Schluss“, sagte Landrat Peter Heimrich bei der Übergabe. „Das zeigt, dass die Entscheidung, ein fünftes Feld zu erschließen nicht nur richtig, sondern auch dringend notwendig war.“ Mit der Erweiterung dieses Endlagers können nun auch in den nächsten 13 Jahren mineralische und gefährliche Abfälle im 5. Tongraben entsorgt werden. Das Erweiterungsfeld umfasst nach Angaben des Landratsamts eine Fläche von 24.000 Quadratmetern und ein Volumen von 560.000 Kubikmetern.

Der Kreistag hatte die Deponie-Erweiterung Ende 2012 beschlossen. Im darauffolgenden Jahr liefen das Vergabeverfahren und die Planungen, im Mai 2014 war Baustart. Zunächst wurden bei Bodenprofilierungsarbeiten rund 27.000 Kubikmeter Erde bewegt. Anschließend erfolgte die mineralische Dichtung. Hierzu brachte die Baufirma 80.000 Tonnen Ton in einer eineinhalb Meter starken Schicht auf. Auf diese Tonlage wurden Kunststoffdichtungsbahnen und Sandmatten verlegt. Darauf sorgen ein riesiger Flächenfilter aus 20.000 Tonnen Kies und ein 27.000 Quadratmeter großes Trennvlies für höchstmöglichen Schutz, erklärt das Landratsamt. Eine ordnungsgemäße Basisabdichtung ist die Voraussetzung dafür, dass kein Sickerwasser aus dem Abfall in den Untergrund eindringen kann. Stattdessen wird es in einem Drainagesystem aufgefangen und der Deponiekläranlage zugeführt. Die Baukosten liegen bei rund 2,7 Millionen Euro

In gut drei Monaten kann die Einlagerung auf dem neuen Erweiterungsfeld beginnen. Der für die Deponie zuständige Fachbereichsleiter der Kreiswerke, Gunther Strohbusch, verwies bei der Übergabe des neuen Deponieabschnitt allerdings darauf, dass nach Ablauf der 13 Jahre die Erweiterungsmöglichkeiten der Deponie ausgeschöpft sind und der Kreistag hierfür bereits sensibilisiert werden sollte. In Südthüringen müsse man sich Gedanken machen, wo Bauschutt und andere sogenannten Inertabfälle perspektivisch endgelagert werden können, erklärte er.

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