Zum dritten Mal in Folge

Die großen US-Branchenverbände feiern die erreichte Recyclingquote als Erfolg. Verglichen mit früher erzielten Quoten haben sie auch allen Grund dazu. Doch das Ergebnis sieht besser aus als es de facto ist.

USA: Recyclingquote für Aluminium-Dosen über 65 Prozent


66,7 Prozent der Getränkedosen aus Aluminium wurden 2013 in den USA recycelt. Das geht aus aktuellen Zahlen der Aluminium Association, des Can Manufacturers Institute (CMI) und des Institute of Scrap Recycling Industries (ISRI) hervor. Damit liegt die Recyclingquote im dritten Jahr in Folge über der 65-Prozent-Marke. Die Branchenorganisationen feiern das als Erfolg und als „historisch gesehen hohes Niveau“. Verglichen mit der durchschnittlichen Recyclingrate des vorhergehenden Jahrzehnts haben sie auch Grund dazu. Denn die lag bei 54 Prozent.

Somit ist die Recyclingquote in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Doch das ist nur zum Teil ein Erfolg der US-amerikanischen Sammelbemühungen. Denn ein großer Teil des Wachstums basiert auf dem Import an gebrauchten Alu-Getränkedosen, wie die Aluminium Association mitteilt. So würden die US-amerikanischen Recycler oft gebrauchte Dosen aus Kanada, Mexiko, Saudi-Arabien und anderen Ländern einführen.

Hinzu kommt ein weiterer Wermutstropfen. Denn laut Aluminium Association sind im vergangenen Jahr noch immer Aluminium-Getränkedosen mit einem Wert von 812 Millionen US-Dollar nicht in die Recyclingkette gelangt, sondern auf Deponien gelandet. Die Aluminiumindustrie unterstützt deshalb verschiedene Initiativen, um die Rücklaufquote zu erhöhen. Dazu zählt auch die so genannte Curbside Value Partnership. Die Arbeit dieses freiwilligen Programms zielt auf die Stärkung und die Ausweitung von Holsystemen landesweit. Einzelne Unternehmen würden darüber hinaus Recyclinginitiativen zur Verbraucheraufklärung unterstützen.

Recyclingquoten für Aluminium-Dosen in den USA 1972 bis 2012 (Quelle: The Aluminum Association):

Al-Can USA

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