Devulkanisierung

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Es soll keine zwei Minuten dauern, bis aus altem Gummi hochwertige Polymere für neue Reifen werden. Chemikalien sind dazu angeblich nicht nötig. Continental will das neue Material einsetzen – und ergänzt damit seine eigenen Recyclingaktivitäten.

Reifen-zu-Reifen-Recycling in zwei Minuten


Was bei Glas, Papier und vielen Metallen Routine ist, ist bei Autoreifen schwierig: Durch Recycling aus alten Reifen wieder neue Reifen zu machen. Denn wenn Gummi zu einem Reifen geformt wird, wird es vulkanisiert. Dabei wird der Kautschuk mit Schwefel vermischt und Hitze ausgesetzt. Das Problem bezüglich des Recyclings ist, dass sich der Gummi nicht mehr vom Schwefel lösen lässt. Der Gummischwefelverbund ist irreversibel.

Genau hier setzt der Reifenrecycler Tyromer an. Das kanadische Unternehmen hat ein Devulkanisierungsverfahren entwickelt, das völlig unkompliziert sein soll. Dabei wird zerkrümelter Kautschuk mit einer Korngröße von 0,85 Millimetern in einen Doppelschneckenextruder eingespeist. Durch eine Kombination aus Hitze, Scherung und Druck wird der Krümelgummi devulkanisiert. Dabei dient Kohlendioxid als „Katalysator“. Die Schwefelverbindungen werden also selektiv gebroch



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